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Mein LebenElfriede SieferleJames Blackforest
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Die Geschichten: James Blackforest![]() 13. Claudia und James in der Cocktailbar “Rotes Chaiselongue“Der Saunabesuch tat Claudia und James recht gut. Gutgelaunt verstauen sie die Badetasche mit den feuchten Badetüchern im Auto. Aber, sie haben keine Lust nach Hause zu gehen. James fährt über die Schanzstraße in die Grabenallee, dann über den Stadtbuckel in die Gerberstraße. In der Gerberstraße hat Claudia ihre Wohnung. Sie finden dort auch einen Parkplatz. Zu Fuß, Arm in Arm, gehen sie vor zur Ritterstraße, durch eine kleine Passage gelangen sie in die Steinstraße. Eng umschlungen schlendern sie den Auslagen der Geschäfte entlang. Sie flanieren die Klosterstraße hoch und entdecken in der Glaserstraße ein auffallendes Transparent „BAR“. Es ist die Cocktailbar „Rotes Chaiselongue“. Beide sind sich einig, auf dieser Couch machen wir es uns bequem. Es geht eine Treppe runter. An der Bar sind noch zwei Barhocker frei. Claudia und James nehmen Platz. Eine Blondine schüttelt gerade über ihrem Kopf den Shaker. Nun nimmt sie das Ding auseinander und füllt durch den Strainer (Barsieb) gekonnt ein Cocktailglas auf. Sie dekoriert das Glas mit einer dünnen Scheibe Orange, auf das Ananas-Stückchen gestickt sind und steckt zwei Röhrchen in die blaue Flüssigkeit. „So ein Aquarium möchte ich auch“, sagt James zu der Blondine, während Claudia die Cocktailkarte studiert. Sie liest dort: „Adonis, Alexander, Americano, Aperol Sour...! Schließlich bestellt sie sich eine „Papa Hemingway Daiquiri“. James bekommt nun sein Aquarium „Swimming Pool“. Wie schwer das Gehen sein kann, bemerkt James, als er sich vom Barhocker entfernt. Auch Claudia schwankt. Beide nehmen beschwerlich die Treppe nach oben. Am Ausgang gibt es gute Luft. Arm in Arm schwanken sie um die Ecke, durch eine schmale Gasse zur Steinstraße. James bemerkt: „Ich weiß genau wie viel ich trinken kann und wann ich aufhören muss!“ Ein Fußgänger ist ein Mensch, der sich ohne Zuhilfenahme von Verkehrsmitteln wie Fahrrad, Automobil oder MVV (Münchner Verkehrsverbund) selbständig von Punkt A zu Punkt B begibt und sich somit mit eigener Kraft und ohne Ausstoß von umweltschädigenden Abgasen auf eigens dafür eingerichteten Gehsteigen durch die Stadt bewegt.“ „Was ist, wenn ein Fußgänger Blähungen hat“, fragt Claudia. Jetzt durchqueren sie den großen Parkplatz beim Ritterhausmuseum. In der Gerberstraße geht es an der ehemaligen Brauerei vorbei. Sie haben nur noch wenige Schritte zum Hauseingang. Claudia schließt die Haustüre auf. Sie drückt auf den Lichtschalter. Langsam und leise gehen sie die Treppe hoch in den ersten Stock. Sie öffnet leise die Wohnungstüre. An der Garderobe lassen sie die Mäntel. Im Schlafzimmer ziehen sich beide aus und legen sich ins Bett. Ein bisschen wird noch gekuschelt, ehe man die Augen schließt und schläft. Warme Morgenstrahlen der Sonne brechen durch das Fenster und erhellen einen Teil der Wand im Schlafzimmer. Man hört leise Motorgeräusche von Autos, die durch die Gerberstraße rauschen. Claudias Arme umklammern nochmals James Körper. James scheint es zu genießen. Der Radiowecker schaltet sich an. Es kommt ein klassisches Klavierkonzert. James denkt zunächst an Beethoven, könnte auch Mozart sein. Claudia denkt an Mozart und ist sich auch sicher, dass dies Mozart ist. Die Ansagerin meldet sich: Sie hörten soeben Ausschnitte aus den „Drei Sonaten von Johann Christoph Bach, das von Mozart als Konzert eingerichtet wurde, Köchel-Verzeichnis 107. — Nun die Meldungen: Stuttgart/Tübingen: Der badenwürttembergische Landtag ist unzufrieden über die bisherigen Ergebnisse der in Auftrag gegebenn Studie an Professor Hubertus Häberle. Professor Hubertus Häberle, vom Institut für Gliederfüßler, Wirbeltiere und bayerische Rautenfische in Tübingen, konnte trotz Selbstversuch nicht nachweisen, dass die bayerischen Rautenfische zum Verzehr nicht geeignet sind. Der H5N1-Virus, Vogelgrippe, konnte auch nicht nachgewiesen werden. Die Bevölkerung verzehrt, trotz Warnungen aus dem Landwirtschaftsministerium, weiter genüsslich bayerische Rautenfische. Und nun zum Wetter....“ „James, gell wir bleiben noch ein bisschen liegen“, flüstert Claudia. "Guten Morgen liebe Hörerinnen und Hörer, heute bringen wir aus der Sendereihe "Das Wohltemperierte Klavier" das Präludium Nr.1 C-Dur von Johann Sebastian Bach." Diese Töne rieseln den beiden so richtig auf die Seele. Eng umschlungen lauschen sie der Musik. Danach folgt „Fuge Nr.1 C-Dur, dann Präludium Nr.2 C-Moll und zum Schluss „Toccata“ und Fuge D-Dur. Nun schnellen beide in die Höhe und stehen auf. Man geht gemeinsam unter die Dusche. Nun frühstücken sie in der Küche. Claudia legt eine CD auf. „Oh Yeah“ trönt es aus den Lautsprechern. Jetzt kommt Schwung in die Knochen. Mingos lässt´s krachen. Man beschließt nach Käfersberg zufahren. Beide ziehen sich die Mäntel über. Sie gehen durch die Wohnungstüre, die Treppe runter. Unten, in der Gerberstraße, steigen sie nun ins James Auto. Sie fahren die Gerberstraße hoch und biegen rechts in die Lange Straße ein. Bei der Ampel fahren sie links über die Eisenbahnbrücke zur nächsten Ampel. Dort geht es rechts in die Ortenberger Straße, biegen dann links in die Fessenbacher Straße ein, dann rechts in den Käfersberger Weg. Das Auto stellt James im Hof ab. „Was machen wir heute?“, fragt Claudia. Er schaut jetzt auf Claudias Bauch, studiert den Bauchnabel. Am liebsten würde er jetzt davon laufen. James sammelt sich wieder. Jetzt schaut er ihr auf das Dreieck. Mit den Augen prüft er dort ihre Haare. Ihm schießen plötzlich Gedanken in den Kopf, die nur Männer haben können. „Nein, jetzt nicht“, denkt James laut im Innern schreiend, „Weg mit diesen blöden Gedanken!“ Der Pinselstiel ist nass von James Hand. Seine Hände schwitzen. „Mann, das ist wirklich blöd“, denkt James weiter. Er hat noch rote Farbe auf dem Pinsel. „Dann fang ich halt mit dem Fußzeh an.“, so James. Mit dem Pinsel tupft er zitternd einen roten ovalen Punkt in den unteren Teil der Leinwand. Außen herum zieht er nun einen Strich mit der gleiche Farbe. Nebendran setzt er den nächsten ovalen Punkt. Bald kann man mit viel Fantasie einen Fuß erkennen. Er arbeitet sich am Bein hoch zum Knie und weiter zum Oberschenkel. Jetzt malt er am anderen Bein. James wird so langsam fröhlicher. Man sieht noch nicht viel, aber immerhin etwas. „Quantität kommt vor Qualität, hat einmal der End gesagt. Dann muss ich wohl Claudia öfters malen“, konstruiert James weiter. Inzwischen gestaltet James die Hüfte. Claudia bekommt einen Krampf vom „Stillstehen“. Sie machen nun eine Pause. Claudia kann das Lachen nicht verkneifen. Das linke Bein ist etwas dicker als das rechte. Bei der nächsten Runde beginnt er mit dem Bauchnabel. Dann gestaltet er den Busen, den linken Arm und den rechten Arm. Claudias Hände lässt James hinter Claudias Rücken verschwinden, damit er diese nicht malen braucht. Er schafft den Hals, das Kinn, den Mund, aber für die Augen, Ohren, Nase und Haare ist die Leinwand zu kurz. Claudia zieht sich wieder an. „Machen wir einen Spaziergang?“, fragt Claudia,“ Auf dem Weg dorthin sehen sie auf der rechten Seite der Straße ein China-Restaurant. Weiter geht es in der nächsten „James Blackforest Geschichte“: 26.02.2006 |
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