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Mein LebenElfriede SieferleJames Blackforest
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Die Geschichten: James Blackforest
28. Die Bürgermeisterwahl
James sitzt am Küchentisch und blättert im "Offenburger Käsblättli" (im Volksmund wird so die Offenburger Tageszeitung genannt), oder auch kurz 's`Zittung' (Zeitung). Ein neuer Bürgermeister wird gesucht, der 'Alte' Hermann Litterst geht in den Ruhestand. 'Das wäre doch eine Chance für mich', denkt James. So setzt er sich an den Computer. Die Bewerbung ist schnell geschrieben und ausgedruckt. Am nächsten Morgen staunt man nicht schlecht im Sekretariat der Gemeinde Ortenberg über seine Bewerbung: James Blackforest Gemeinde Ortenberg Bewerbung für das Bürgermeisteramt Sehr geehrte Frau Maurer, hiermit bewerbe ich mich fristgerecht für das Amt des Bürgermeisters von Ortenberg. Zunächst über mich selbst. Geboren bin ich im Krankenhaus in Zell am Hamersbach. Aufgewachsen bin ich in Prinzbach, lebte zeitweise in München und meine alte Tage verbringe ich in Käfersberg mit meiner Lebensgefährtin Claudia Schreibspechteimer von der Kommunalen Parkraumüberwachung der Kreisstadt Offenburg. Kinder haben wir keine. Neben der Kunst betreibe ich eine Hausmeisterei. Die Kuckucksuhren Vertriebsgesellschaft Mittelbaden in der Heinrich-Herz-Straße, Geschäftsführerin Edith Blinzeltreu, wird von mir betreut und ebenso eine Wohnanlage in der Hildastraße in Offenburg. Wie jeder vorbildlicher Ortenberger habe ich in Käfersberg einen großen Weinkeller. Weil wir in Prinzbach nur Moscht haben, kümmert sich der Ortenberger Wassermeischter um den Wein, den wir im Herbst so massenhaft in meinem Weinberg ernten. Fragen Sie doch mal den Fred! So jetzt zu mir als Künstler. In München war ich am Anfang sehr flexibel und vielseitig - mit einfachen Jobs hielt ich mich mehr oder weniger über Wasser. Ich spürte meine weichen Knie, meine Hand zittete und mit einer rotbraunen Farbe machte ich einen Punkt auf dem Bild. Es sah dort genauso aus wie die Brustwarze der Galeristin. Ich hatte es geschafft! Seit dem male ich. (Siehe dazu mehr http://end-art.com/blackforest/james10.htm). Von meinem Onkel erbte ich in Käfersberg ein Haus. Weil ich mich im Dorf nicht blamieren wollte, malte ich heimlich, managed (auf neudeutsch) als Hausmeister die Kuckucksuhren Vertriebsgesellschaft Mittelbaden und eine Wohnanlage in der Hildastraße. Daß ich mein ganzes Leben nicht Hausmeister bleiben konnte, wurde mir bei einem Aufenthalt im Offenburger Krankenhaus bewußt. Dort wurde ich zum Minimalist! Siehe dazu: http://end-art.com/blackforest/james11.htm. Ich krempelte mein ganzes Leben um. Mein Haus in Käfersberg wurde zum Atelier. Die Hausmeisterei macht nun meine Frau. Mein Atelier ist in Käfersberg recht bekannt und es gibt auch regelmäßig Vernissagen. Siehe: http://end-art.com/blackforest/james22.html. Bei 'Puchheim lebt' war ich als Gast beim Kunstverein 'ARTtoUS e.V.' Dort gestaltete ich die alte Bahnhofstraße. Siehe dazu den Zeitungsbericht: http://art-to-us.de/galerien/galerie_puchheim_lebt_und_spielt.html Auch im Atelier Wintergarten in Puchheim durfte ich ausstellen. Da ich persönlich nicht kommen konnte, vertrat mich der 'End'. Siehe dazu http://end-art.com/presse/presse_Blackforest-Performance_Sueddeutsche-FFB.html Ebenso in Sendling. Hommage an...Robert Lax war mein Thema. Ich bewundere Robert Lax, weil er so einfach ist. Siehe mehr dazu : http://www.soika.com/links/archiv/06d_hommage_teilnehmer.htm und http://www.end-art.com/vita/vita_kunst_in_sendling2006.html Zu flotter Musik wurden meine Bilder bei 'Cat-Walking' auf dem Laufsteg bei einer Veranstaltung von ARTtoUS e.V. im Atelier Wintergarten präsentiert. http://art-to-us.de/galerien/galerie_cat_walking.html Aber in meinem Künstlerleben habe ich mich nun so weit reduziert, daß ich an einem Punkt gekommen bin. Liebe Grüße James Blackforest PS: Wegen meiner Rechtschreibfehler im Text mache ich mir als Bürgermeister keine Sorgen, denn ich habe ja Sie!!! Auch Claudia staunt über seine Bewerbung. "Als Künstler hast Du genug zu tun..", schimpft sie,"... musst dann noch Bürgermeister werden, aber mach was du willst. Die "Dummen" gehen in die Politik, sagte mein Vater früher." "Als Künstler habe ich doch alles erreicht. Meine Kunst habe ich auf den Punkt reduziert. Ich bin zum größten Minimalist geworden. Der Betrachter steht vor einem leeren Rahmen und malt seine Bilder mit seinem geistigen Auge selbst", kontert James, "...ich bin am Ende des Weges angelangt. Wenn ein Spiel zu Ende ist, muss man ein Neues beginnen. Und Bürgermeister wäre eben eine Chance und ein neues i-Tüpfelchen in meinem Leben. Der Bürgermeister ist ja auch nichts anderes als ein Hausmeister. In einer Wohnanlage bestimmt die Eigentümerversammlung und in der Gemeinde, wenn man den Pfarrer weg lässt, der Gemeinderat. Und Ortenberg ist auch nichts anderes als eine große Wohnanlage! Und Du bist dann die Frau Bürgermeisterin!" James Blackforest Gemeinde Ortenberg Bürgermeisterwahl Sehr geehrter Herr Siebert, als fiktive Person möchte ich ernst genommen werden. Weil ich mit Wolfgang End das Atelier Wintergarten teile, habe ich das Recht auch die e-mail-Aresse vom Atelier Wintergarten in Puchheim zu benutzen. Alternativ käme auch Bischof in Frage, denn schließlich bin ich ja katholisch. Ich ziehe meine Kandidatur nicht zurück. Mit Grüßen aus Käfersberg James Blackforest Doch bald meldet sich der Wahlausschuss. Der Bürgermeisterbewerber James Blackforest wird abgelehnt, weil die Adresse 'Montenegrostrasse 13' falsch ist. "Na sowas.." denkt nun James, "...dann werde ich eben nicht Bundeskanzler. Dann haben die "Ortenberger" Pech gehabt...!" Claudia freut sich riesig darüber: "So jetzt bleibst du uns als Künstler erhalten und in der Kunst hast Du viel mehr Gestaltungsmöglichkeiten. Das "Offenburger Käsblättli", das immer alles besser weiß, könnte dir eine Ausstellung besorgen und dich im "Käsblättli" präsentieren..." Aber James gibt nicht auf. Wenn ich nicht Bürgermeister werden kann, dann gründe ich einen Verein!
Die nächste Geschichte: 23.11.2008 |
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© 2004-2008 by Wolfgang End
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